© Mod Architektur/atelier dede
© Mod Architektur
© Mod Architektur
© Mod Architektur
© Mod Architektur/atelier dede
© Mod Architektur
Standort: Übersee
Planerteam: Mod Architektur
Zeitraum: 2024
Größe: ca. 30.000 m²
FREIRAUM | Landschaft als Rahmen
Das Wettgewerbsgebiet ist eingebettet in einen landschaftlichen Rahmen der sich zwischen Chiemsee und seinen Moorgebieten und der Nähe zu den Alpen aufspannt. Diese Analogie spiegelt sich auch in der landschaftlichen Gestaltung wider. Ein mäandrierender Freiraum zieht sich durch das Quartier und eröffnet Plätze und Situationen. Gewerbezone und Co-Working-Bereiche bilden ein großzügiges Entree und symbolisieren ein lebendiges Ankommen im Quartier. Biergärten und Gastronomie markieren den geselligen Übergangsbereich zum großen Quartiersplatz. Hier findet das wuselige Leben statt – Feste, Spielzonen, Wochenmarkt, Nahversorgung, Kita-Kinder, Senior:innen-Cafe, Jugendtreff, Pumptrack, Grüninseln, Erholungsraum und Wasserspiele finden hier ebenso Platz wie soziale Einrichtungen und Gemeinschaftsräume. Aneignungsräume wie Gemeinschaftsgarten, Blumenwiese, Naschgarten, Pflanzbeete, Igel-Unterschlupf bieten neben vielfältigen Spiel- und Bewegungsangeboten einen abenteuerlichen Naturerfahrungsraum für unsere jüngsten Bewohner:innen – ein grünes Wohnzimmer quasi.
Das Wettgewerbsgebiet ist eingebettet in einen landschaftlichen Rahmen der sich zwischen Chiemsee und seinen Moorgebieten und der Nähe zu den Alpen aufspannt. Diese Analogie spiegelt sich auch in der landschaftlichen Gestaltung wider. Ein mäandrierender Freiraum zieht sich durch das Quartier und eröffnet Plätze und Situationen. Gewerbezone und Co-Working-Bereiche bilden ein großzügiges Entree und symbolisieren ein lebendiges Ankommen im Quartier. Biergärten und Gastronomie markieren den geselligen Übergangsbereich zum großen Quartiersplatz. Hier findet das wuselige Leben statt – Feste, Spielzonen, Wochenmarkt, Nahversorgung, Kita-Kinder, Senior:innen-Cafe, Jugendtreff, Pumptrack, Grüninseln, Erholungsraum und Wasserspiele finden hier ebenso Platz wie soziale Einrichtungen und Gemeinschaftsräume. Aneignungsräume wie Gemeinschaftsgarten, Blumenwiese, Naschgarten, Pflanzbeete, Igel-Unterschlupf bieten neben vielfältigen Spiel- und Bewegungsangeboten einen abenteuerlichen Naturerfahrungsraum für unsere jüngsten Bewohner:innen – ein grünes Wohnzimmer quasi.
Die durchlässige öffentliche Durchwegung der gemeinschaftlich genutzten Freiräume stellt einen wesentlichen Mehrwert für die angrenzenden Wohnsiedlungen und Gemeindebewohner:innen dar. Kleine Gassen und „Schleichwegerl“ laden zudem zum Erforschen und Entdecken des Quartiers ein und ergänzen die Freiraumvielfalt. Die kleineren Nachbarschaftsplätze zeichnen sich durch mehr Privatheit aus. Kleinkindspielbereiche und flexibles Stadtmobiliar schaffen eine intimere Freiraumsituation und stärken die unmittelbare Gemeinschaft beim ungezwungenen Plaudern und spontanen Treffen. Für heiße Sommertage werden zum Pritscheln und Planschen auch Wasserspielflächen und Trinkbrunnen angeboten – Fontänenanlagen sorgen für die gewünschte Abkühlung.
Die Freiraumabfolge gestaltet sich von der öffentlichen Platzsituation über halböffentliche Bereiche vor den Hauseingängen hin zu privaten Rückzugsräumen (Terrassen, Balkone, Loggien). Die Hauszugänge sind zum öffentlichen Raum hin ausgerichtet – die Privatgärten liegen geschützt auf der gegenüberliegenden Hausseite oder sind mutig auf den Platz orientiert und werden durch natürliche Hecken begrenzt.
Die Natur darf sich hier das einst großflächig versiegelte Baufeld wieder zurückerobern. Großer Wert wird daher auf den Erhalt der Bestandsbäume und einen natürlichen Erdkoffer für großkronige Bäume gelegt. Versickerungsfähige Pflasteroberflächen, wassergebundene Decken, Wiesen- und Rasenflächen stellen das Grundgerüst für einen zukunftsorientieren Grünraum mit Pflanzenreichtum und Strukturvielfalt dar. Eine breite Palette von einheimischen, klimafitten Gehölzen ergänzt durch extensiv pflegbaren Stauden- und Gräserflächen sorgen für optische Anreize quer durch die Jahreszeiten. Markante großkronige Quartiersbäume sorgen für kühlende Schattenzonen, Orientierung und Identitätsmerkmale für die verschiedenen Platzsequenzen. Im Süden soll zusätzlich ein Ballspielplatz für sportliche Aktivitäten zur Verfügung stehen und bildet mit der Ökoausgleichsfläche den Abschluss des Grünzuges.
Die Freiraumabfolge gestaltet sich von der öffentlichen Platzsituation über halböffentliche Bereiche vor den Hauseingängen hin zu privaten Rückzugsräumen (Terrassen, Balkone, Loggien). Die Hauszugänge sind zum öffentlichen Raum hin ausgerichtet – die Privatgärten liegen geschützt auf der gegenüberliegenden Hausseite oder sind mutig auf den Platz orientiert und werden durch natürliche Hecken begrenzt.
Die Natur darf sich hier das einst großflächig versiegelte Baufeld wieder zurückerobern. Großer Wert wird daher auf den Erhalt der Bestandsbäume und einen natürlichen Erdkoffer für großkronige Bäume gelegt. Versickerungsfähige Pflasteroberflächen, wassergebundene Decken, Wiesen- und Rasenflächen stellen das Grundgerüst für einen zukunftsorientieren Grünraum mit Pflanzenreichtum und Strukturvielfalt dar. Eine breite Palette von einheimischen, klimafitten Gehölzen ergänzt durch extensiv pflegbaren Stauden- und Gräserflächen sorgen für optische Anreize quer durch die Jahreszeiten. Markante großkronige Quartiersbäume sorgen für kühlende Schattenzonen, Orientierung und Identitätsmerkmale für die verschiedenen Platzsequenzen. Im Süden soll zusätzlich ein Ballspielplatz für sportliche Aktivitäten zur Verfügung stehen und bildet mit der Ökoausgleichsfläche den Abschluss des Grünzuges.
OPEN SPACE | Landscape as a Framework
The competition area is embedded in a landscape framework that spans between Lake Chiemsee with its moorlands and the proximity to the Alps. This analogy is also reflected in the landscape design. A meandering open space runs through the quarter, opening up squares and situations. The commercial zone and co-working areas form a generous entrée and symbolise a lively arrival in the quarter. Beer gardens and gastronomy mark the sociable transition zone to the large quarter square. This is where bustling life takes place — festivals, play zones, a weekly market, local amenities, daycare children, a seniors' café, a youth meeting point, a pump track, green islands, recreational space, and water features all find their place here, as do social facilities and communal rooms. Spaces for appropriation such as a community garden, a flower meadow, an edible garden, planting beds, and a hedgehog shelter offer, alongside diverse play and movement options, an adventurous space for experiencing nature for our youngest residents — a green living room, so to speak.
The permeable public passage through the communally used open spaces represents a significant added value for the adjacent residential developments and community residents. Small alleys and "shortcuts" also invite people to explore and discover the quarter and complement the diversity of the open space. The smaller neighbourhood squares are characterised by greater privacy. Toddler play areas and flexible urban furniture create a more intimate open-space situation and strengthen the immediate community through casual chatting and spontaneous encounters. For hot summer days, water play areas and drinking fountains are also provided for splashing and paddling — fountain installations deliver the desired cooling.
The sequence of open spaces unfolds from the public square situation, through semi-public areas in front of the building entrances, to private retreats (terraces, balconies, loggias). The building entrances are oriented towards the public space — the private gardens lie protected on the opposite side of the building, or are boldly oriented towards the square and bounded by natural hedges. Here, nature is allowed to reclaim the once extensively sealed building site. Great importance is therefore placed on preserving the existing trees and providing a natural soil bed for large-crowned trees. Permeable paved surfaces, water-bound surfaces, and meadow and lawn areas form the basic framework for a future-oriented green space rich in plants and structural diversity. A broad palette of native, climate-resilient woody plants, supplemented by extensively maintainable perennial and grass areas, provides visual appeal across the seasons. Striking large-crowned quarter trees create cooling shade zones, orientation, and identity markers for the various square sequences. To the south, a ball-sports field is additionally to be provided for athletic activities and, together with the ecological compensation area, forms the conclusion of the green corridor.