Standort:                       Mainz
 Planerteam:                  Love Architecture & Urbanism
 Zeitraum:                      2026
 Größe:                          ca. 5.000 m²
 Preis:                            2. Platz nach Überarbeitung
 
Die Freiraumgestaltung des Molenkopf Nord entwickelt eine vielschichtige Landschaft, die sich als verbindendes Element über das gesamte Areal legt. Zwischen den Baukörpern spannt sich ein Band aus Landschaftsinseln auf, deren präzise gefasste Ränder Aufenthaltsqualitäten schaffen und zentrale Treffpunkte im Außenraum markieren. Im Innenhof zwischen Bauteil 02 und 03 öffnet sich eine Sequenz aus Eigengärten, die in einen halböffentlichen Freiraum für alle Bewohner übergeht. Spielinseln, eingefasst von dichter Baumpflanzung, erzeugen ein geschütztes Mikroklima und spenden den angranzenden Wohnungen natürlichen Schatten. Teilbereiche können in Schwammstadt-Bauweise ausgeführt werden, um das Regenwassermanagement nachhaltig zu unterstützen. Die Dachlandschaften erweitern das Angebot in die Vertikale.

Auf dem gemeinschaftlich genutzten Dachgarten entstehen Bereiche für Arbeiten im Freien, gemeinsames Kochen und Essen sowie Zonen der Ruhe und Entspannung. Auf Bauteil 01 und 02 ergänzen intime Dachgärten das Angebot an privaten Rückzugsräumen. Gestalterisch nimmt der Entwurf Bezug auf die maritime Vergangenheit des Ortes. Assoziationen zu Häfen, Booten und Verbindungsstrukturen werden subtil in Spielgeräte, Materialität und Formensprache übersetzt. Die Bepflanzung folgt einem klimaresilienten Konzept.
Heimische, ökologisch wertvolle Arten wie Feldahorn, Felsenbirne und Mehlbeere werden mit robusten Gehölzen wie Eisenholzbaum und Zelkove kombiniert. Die Dachflächen werden als Mischsystem aus extensiver und intensiver Begrünung ausgebildet, sodass auch größere Kleingehölze Platz finden und langfristig zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen.
The open-space design of Molenkopf Nord develops a multi-layered landscape that lays itself across the entire site as a connecting element. Between the building volumes, a band of landscape islands is stretched out, whose precisely defined edges create qualities for dwelling and mark central meeting points in the outdoor space. In the inner courtyard between building sections 02 and 03, a sequence of private gardens opens up, transitioning into a semi-public open space for all residents. Play islands, framed by dense tree planting, generate a sheltered microclimate and provide natural shade to the adjoining apartments. Sub-areas can be executed in sponge-city construction to support rainwater management sustainably. The roof landscapes extend the offering into the vertical.
On the communally used roof garden, areas emerge for working outdoors, cooking and eating together, as well as zones of quiet and relaxation. On building sections 01 and 02, intimate roof gardens complement the range of private retreats. In design terms, the concept references the maritime past of the place. Associations with harbours, boats, and connecting structures are subtly translated into play equipment, materiality, and formal language. The planting follows a climate-resilient concept. Native, ecologically valuable species such as field maple, snowy mespilus, and whitebeam are combined with robust woody plants such as ironwood and zelkova. The roof surfaces are formed as a mixed system of extensive and intensive greening, so that even larger small-stature trees find space and contribute to improving the microclimate in the long term.

Mehr ...

Back to Top